Freitag, 24. Januar 2014

Tag 33 - Erste Möbel und ENDABNAHME



Ich habe mir diesen Tag frei genommen.
Morgens um 09: Uhr hatten wir uns in FR bei einer Autovermietung eingefunden und einen Sprinter gemietet.
Von dort aus ging es direkt zum Möbel Braun, wo wir unsere neue Couch abgeholt haben.
Dann ging es weiter zum Roller, hier holten wir unsere neue Wohnzimmergarnitur/Wohnlandschaft.
Nach einem Zwischenstopp im Baumarkt wo wir uns einen Weihnachtbaum holten (immerhin war in 4 Tagen Weihnachten!) ging es weiter zu Dorina wo wir noch ein paar weitere Kleinigkeiten einluden.


In Ringsheim angekommen, es war zwischenzeitlich kurz nach 14:00 Uhr, tobte das Leben...aber so was von:
Mein Vater war immer noch an den Restarbeiten des Boden legens beschäftigt.
Sein Bruder, der ihm bisher zur Hand gegangen war, war mit einem Sanitärinstallateur im Bad zu werke.
Die Küchenbauer waren komplett fertig mit dem Aufbau der Küche.
Und mitten drinnen sprangen immer noch die drei polnischen Handwerker rum und fanden irgendwie kein Ende...

Ich erfuhr von meinem Vater, dass der Bauleiter heute Vormittag schon da war und den Tür-Leuten ganz genau auf die Finger geschaut hatte, dass die ordentliche Arbeit machen.
Zwischenzeitlich ist er wieder unterwegs, meldet sich aber später dann zum Abnahmetermin.
Die Türbauer selber sind ebenfalls auch schon fertig und schon lange wieder weg.
Sein Sanitärfachmann sei indessen am verzweifeln im Bad - die Wasseranschlüsse in der Dusche sind in einer absolut ungünstigen Höhe angebracht, in welcher das Duschpanel nahezu nicht ordentlich an zu bringen ist. Nur durch ganz viel Improvisation konnte man es in einer halbwegs vernünftigen Höhe anbringen, ohne dass ich mich ducken muss oder das Ding direkt unter der Decke hängt. Uiuiuiui....

Ich habe dann erst einmal die Küche abgenommen, denn die Arbeiten waren fertig und wollten in den Feierabend.
Bis auf das auf dem Transportweg zu Bruch gegangene Waschbecken (für welches eine einfache Stahl-Spüle gestellt wurde) hatte alles reibungslos geklappt.
Man wolle im neuen Jahr kommen und dann die Spüle ersetzen.
Uns war es mehr als Recht - wir hatten alles um in der Küche zu arbeiten und das war das Wichtigste.

Daraufhin habe ich mir meine Dan-Wood Arbeiter noch mal zur Brust genommen. Ich erfuhr dass man eigentlich fertig sei und nur noch auf den anderen Bautrupp wartete, um dann gemeinsam los fahren zu können.
Ich wies dann darauf hin, dass rund ums Haus noch einiges an Abfall, vor allem Dingen kaputte Ziegel an der einen Hausseite herum lagen.
Ich lies dann mal ganz kurz und auf freundliche Art den Bauherren raus hängen und meinte dass ich dem Vorschlag alles einfach unter zu buddeln um Entsorgungskosten zu sparen NICHT folgen wolle, sondern die sich jetzt darum kümmern sollen dass es im Container landet. Außerdem bat ich darum einen Teil der ganzen Ersatz-Ziegel auf den Speicher zu machen.

Ein paar Minuten später war dann alles soweit ausgeladen und geklärt und der Transporter wartete auf Rückgabe.

Ich verabschiedete mich dann von den drei Bauarbeitern. (Denn ich erwartete nicht dass ich diese am Abend noch mal sehen würde.)
Nunja, wenigstens bei dem Redensführer mit dem ich die ganze Zeit über gesprochen hatte.
Darüber hinaus wünschte ich frohe Weihnachten und erklärte dass in der Küche 3 identische Tüten mit einer kleinen Aufmerksamkeit als Dankeschön von uns stehen und sich jeder eine Tüte später mit nehmen solle...

Dann fuhren wir nach FR und gaben den Sprinter zurück.
Wieder in Ringsheim angekommen war dann alles ruhig - ein krasses Gegenstück zu dem Chaos welches noch vor wenigen Stunden herrschte.

Wenig später kam dann auch der Bauleiter und wir haben - ganz unspektakulär - den Rest des Hauses abgenommen.
Wie auch bei der Teilabnahme wurde alles nochmals akribisch geprüft und begutachtet.
Erneut alles wirklich professionell und entspannt.
Bis auf die Geschichte mit dem Rohr für welches wir ja im Vorfeld eine Gutschrift vereinbart hatten gab es keine derzeit erkennbaren Mängel.
Da das Haus wegen der Temperaturen NICHT verputzt werden konnte, vereinbarten wir den Einbehalt eines gewissen Betrages von der letzten Rechnung welcher erst nach Fertigstellung an Dan-Wood gehen sollte.
Mit freundlichen Worten und einem festen Händedruck verabschiedeten wir uns gegenseitig in die Weihnachtstage.

Nachdem sich das Gefühl "Das iss jetzt unseres...." ein wenig gesetzt hatte meldete sich mein Magen mit super Hunger da bis auf ein Brötchen auf dem Weg bisher nichts ging.
So fuhren wir fix in die Baumarktkantine und ich gönnte mir ne Runde Schnitzel mit Pommes.
Diese Pause währte aber nur kurz, denn Dorinas Mutter erwartete uns dann schon mit dem Schrubber in der Hand vor dem Haus.
Die beiden wollten nämlich die erste "Grundreinigung" vor dem morgen anstehenden Umzug machen...
Der teilweise noch liegende Fussbodenschutz wurde einmal komplett raus geworfen, es wurde gefegt, gesaugt, gewischt und geputzt.
In Anbetracht dessen dass die Bauarbeiter das Haus vergleichsweise sauber verlassen hatten war die Aktion nach guten 2 Stunden schon erfolgreich beendet, und die neu ausgelegten Malerfliesbahnen waren bereit für den morgigen Umzug.

Wir fuhren dann erschöpft nach Sexau und stellten uns auf die dortige letzte Nacht und den in Eigenregie geplanten Umzug welcher in 10 Stunden starten sollte ein...


Tag 32 - Die Küche kommt



Während ich fleissig am arbeiten war bekomme ich die Info von meiner besseren Hälfte, dass Dan-Wood alles sauber und ordentlich im Küchenbereich vorbereitet hatte und dass die Küchenbauer wie angekündigt eingetroffen sind, aber sich aber andererseits nicht wirklich überarbeiten bzw. sich nicht abhetzten. Mir soll es egal sein. Ich hab für Lieferung und Aufbau ja nix bezahlt und es sind ohnehin zwei Tage eingerechnet :D

Die Bodenverlegung in Eigenleistung läuft ebenfalls gut.

Meine drei Dan-Wood Bauarbeiter springen immer noch sehr geschäftig überall rum - während ich kaum noch zu erledigendes sehe, sind die immer noch schwer beschäftigt am werkeln.
Dies lag allerdings wohl nicht zuletzt daran, dass die das selber gekaufte Waschbecken anbringen "mussten" - das hatte ich nämlich noch zusätzlich rausgeholt als es um die Gutschrift für das störende Rohr im Bad im OG ging. Und diese Anbringung gestaltete sich wohl als etwas schwierig...wie gut dass ich diesen Deal gemacht hatte :D

Der Bauleiter hat sich dann auch noch gemeldet - dank meines Hinweises auf die bisher erst Samstag mögliche Abnahme (da erst am Samstag die Türen geliefert und eingebaut werden sollten)  hat er die Türkolonne jetzt auf den morgigen Freitag bestellt, so dass die Endabnahme auch morgen gemacht werden kann.
Alles absolut entspannt - nichts erinnert an den Stress der am Dienstag noch geherrscht hatte. SO gefällt mir das :)

Tag 31 - der Boden geht voran

Nachdem wir bzw. mein Vater nebst Handlanger mit der gestrigen Teilabnahme ja quasi offiziell geduldet sind, gibt es keine nennenswerten Probleme oder Zusammenstöße mehr.
Das verlegen des Bodens geht ganz gut voran und ich erfreue mich an jedem Zimmer welches fertig gelegt ist.
Allerdings ist mit dem legen nur vom Boden ja noch lange nicht das Ende erreicht…danach kommen ja noch die Fußbodenleisten, Ecken, Übergangsschienen und Abdeckschienen etc...auch wieder alles in Eigenleistung :)

Da sieht man mal, was an so ein bisschen Boden und der mager wirkenden Gutschrift dann noch alles an Material und Arbeit dran hängt.

Dienstag, 7. Januar 2014

Tag 30 - kleiner Nachschlag: Der Schmutzfinke...

Ich hatte ja erwähnt, dass mich mein Vater angerufen hatte und mir erzählte, dass vor allem einer meiner drei Dauerbauarbeiter in den angeblich fertigen Zimmern "gewütet" hat und ihm den breits gelegten Boden verschmutzt hat...

Außerdem ist er mit unglaublich dreckigen Schuhen rum gelaufen, natürlich auch in den andern Zimmern in denen der Boden extra vorbereitet wurde und der ganze Dreck weg geschabt wurde usw...

Was diese Aktion sollte weiss ich bis heute nicht - aber bei dem ganzen Lob dass ich bisher für Dan-Wood hatte möchte ich dies nicht unerwähnt und unbelegt lassen...die können nämlich auch ganz gut einen auf "Schmutzfinken" machen:








Montag, 6. Januar 2014

Tag 30 - Horrortag mit Baustopandrohung!

Mein Vater wollte ja heute gegen 9:00 Uhr zusammen mit seinem Bruder damit beginnen, den Vinylboden zu verlegen...

Als gegen 9:30 Uhr mein Handy klingelte und ich über die Anrufererkennung den Namen meines Bauleiters angezeigt bekommen habe, war mir schon klar dass ihm jetzt mal wieder irgendetwas nicht passt und es gleich mal wieder mittelmäßig großen Ärger zwischen uns geben wird....ich sage nur Straßensperrung...

In der Tat war mein Bauleiter sehr erregt und es entwickelte sich in etwa der nachfolgenden Dialog - jeder der mich kennt, wird wissen dass ich dieses Gespräch trotz der provokanten und stürmischen Art des Bauleiters genau so zugetragen hat und ich wirklich genauso ruhig geblieben bin:
BL: Ja, hallo, der Polier hatte mich eben angerufen – das sind irgendwelche Leute auf der Baustelle!?!
Ich: Ja, das stimmt.
BL: Ja, es kann doch aber nicht sein, dass irgendwelche Leute einfach so auf der Baustelle auftauchen irgendwas anfangen zu machen!?!
Ich: Nun, zum einen sind das nicht irgendwelche Leute, sondern mein Vater und sein Bruder. Zum anderen machen die nicht irgendetwas, sondern die liegen den Boden, genau so wie wir es die letzte Woche besprochen hatten.
BL: Mir ist völlig egal, wer da ist! Wir haben hierüber die letzte Woche überhaupt nicht gesprochen sie haben lediglich gesagt, dass sie den Boden liefern lassen, und das habe ich ausnahmsweise zugelassen. Sie können nicht einfach mit irgendwelchen Arbeiten anfangen!
Ich: da muss ich Ihnen leider widersprechen – ich hatte gesagt, dass ich zwar am Freitag den Boden liefern lassen, hatte aber auch mitgeteilt, dass wir die Woche darauf den Boden legen werden, wenn wir keinen der Bauarbeiter behindern. Ich habe extra gestern mit den Bauarbeitern darüber gesprochen. Diese haben mir versichert, dass die Zimmer oben soweit fertig sind, dass wir mit dem Verlegen des Bodens beginnen können. Außerdem wurde mir versichert, dass wir niemanden behindern.
BL: Es ist mir völlig egal, mit wem sie geredet haben! Sie haben mit niemanden der Bauarbeiter zu reden! Ich bin der Bauleiter und sie haben wenn überhaupt nur mit mir zu reden!
Ich: das würde ich ja sehr gerne tun – nur leider sind sie sehr schwer zu erreichen und bisher hat es mit unseren vor Ort Terminen ja auch nicht wirklich geklappt.
BL: Ich mache so etwas nicht mit! Sie können nicht einfach in dem Haus tun und lassen was sie wollen, bevor es nicht übergeben ist! Sie haben die letzte Woche ja auch irgendwelche Elektroarbeiten gemacht! Das geht einfach nicht!
Ich: Auch dies ist mit Absprache der Bauarbeiter passiert.
BL: Wie ich eben gesagt habe, wenn Sie mit jemandem reden, dann mit mir und nicht mit den Bauarbeitern! Ich habe keine Ahnung was da los ist, und ich werde gleich einen Baustopp veranlassen!!!
Ich: Herr K., von einem Baustopp kann ja schon mal gar nicht die Rede sein! Genau diese Vorgehensweise hatte mir mein Vertriebler (ebenfalls ein Herr K.) genau so zugesichert!!!
BL: Mir ist egal, was ihnen der Vertrieb zugesichert hat – ich bin der Bauleiter, und ich entscheide! Von irgendwelchen Zusagen weiß ich nichts.
Ich: Dann, Herr K., rufen Sie doch einfach bei meinem Vertriebler an und lassen Sie sich meine Angaben bestätigen.
BL: Ich rufe hier überhaupt keinen an! Denn dann soll mich der Herr K. anrufen und mir das bestätigen! Wenn er das tut ist es mir egal und Sie können von mir aus so viele Leute auf die Baustelle schicken wie Sie wollen!
Ich: Na das ist doch mal ein Wort. Alles gar kein Problem. Sehr gerne werde ich für Sie meinen Vertriebler anrufen und ihn bitten sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen. Danke und bis später.
Dann legte ich direkt auf, ohne noch eine Antwort abzuwarten.

Ich ließ sich das eben erlebte erst einmal kurz setzen.
Wut und Verzweiflung mischten sich mit einem unglaublichen Groll gegen die Ober-Petze Polier.
So doof, wie er sich mir gegenüber gibt, wenn ich mit ihm rede, so schnell hat er den Bauleiter angerufen wenn sich irgendetwas auf der Baustelle tut – und sei es nur die Lieferung von irgendwas, was ich direkt ins Haus bestellt habe. Den habe ich jetzt erstmal gründlich gefressen.

Nachdem ich 5 Minuten später diesen ersten großen Schock überwunden habe, wählte ich direkt die Nummer von meinem Vertriebsbüro.
Was soll ich sagen? Als ob er es genau gewusst hätte, war meinen Vertriebener direkt selber am Telefon.
Ich: Herr K., Gott sei Dank erreiche ich sie direkt! Seitdem das Haus im Bau ist, habe ich zweimal anrufen müssen, habe beides mal sie gebraucht, und beide Male sind Sie selber ans Telefon gegangen. Also wenn das kein gutes Zeichen ist, weiß ich ja auch nicht... Leider habe ich gerade ein sehr großes Problem mit meinem Bauleiter. Sie erinnern sich ja sicher an den schlechten Start den ich mit diesem Mann hatte bezüglich der Straßensperrung?
Vertriebler: Ja, das tue ich ich hatte daraufhin ja mit ihm geredet, und habe ihm gesagt, dass er sie anständig behandeln soll.
Ich: Genau. Doch leider hält er sich nicht wirklich daran: Er droht ihr gerade mit Baustopp!
Vertriebler: Was??? Wieso denn das???
Ich: Es geht um das Thema Vinylboden. Sie hatten mir damals im Gespräch gesagt, dass ich den Boden legen könne, auch wenn das Haus noch nicht übergeben ist, weil Dan-Wood ja leider keinen Vinylboden im Programm hat.
Vertriebler: Ja, richtig
Ich: Nachdem ich letzte Woche und gestern mit den Bauarbeitern vor Ort darüber gesprochen habe und mich vergewissert habe, dass die soweit fertig sind und wir niemanden im Weg rum stehen, hat mein Vater heute Morgen mit dem Verlegen begonnen. Dies hat der Polier dann wohl direkt dem Bauleiter mitgeteilt. Und dieser hat mich eben angerufen, gefragt was das alles soll, und mir mit einem Baustopp gedroht.
Vertriebler (nach einem tiefen Seufzer): Oh je...dieser Kerl… Das tut mir alles sehr Leid – ich kläre dies umgehend mit dem Bauleiter.
Ich: vielen Dank Herr K.
Vertriebler: kein Problem Herr F. – Bis später.

Kaum hatte ich aufgelegt, rief mich mein Vater an und teilte mir mit, dass er Riesenproblem auf der Baustelle habe:
Einer der drei Bauarbeiter (gerade der, mit dem ich die ganze Zeit über am wenigsten zu tun hatte, und welcher mir am "komischsten" von allen drei vorkam) rennt immer wieder in dem Zimmer rum, indem sie gerade angefangen haben den Boden zu legen.
Er steht nicht nur Weg, sondern er schafft auch irgendwas, streicht, reißt Folie ab, und lässt die Abfälle und Farbtropfen einfach auf die ersten beiden frisch gelegten Reihen des Boden fallen ohne es weg zu machen...
Ich meinte nur, dass ich dies zum einen nicht nachvollziehen kann, weil mir gestern noch versichert wurde das alles soweit fertig ist. Nichtsdestotrotz bat ich meinen Vater darum sich nicht in irgendeiner Art und Weise provozieren zu lassen, denn ich habe gerade wegen der Geschichte sowieso Riesenstress mit dem Bauleiter, und das befindet sich gerade in der Klärungsphase...
Mein Vater reichte mich dann auch an den englisch sprechenden Bauarbeiter weiter, dem er dann auf einmal sagte, dass sie wohl mindestens bis 15:00 Uhr benötigen, dass die Zimmer wirklich fertig sind
Eine Rückfrage, wieso die Zimmer jetzt doch nicht fertig sind, obwohl er gestern noch sagte alles ist fertig, habe ich mir an dieser Stelle erspart...

Nachdem eine gute Stunde vorbei war, habe ich mich bei meinem Vertriebler darüber erkundigt, wie er denn jetzt mit meinem Bauleiter verblieben ist.
Vertriebler: das Problem, welches der Bauleiter hat ist dies, dass er derjenige ist, welcher Stress und Ärger bekommt, wenn bei diesen eigenen Arbeiten vor der Abnahme irgendetwas schief geht.
Ich: Was soll denn da gross schief gehen?
Vertriebler: Ach Herr F., Wissen Sie, es gibt so viele Leute, die anfangen zu arbeiten, dabei Schäden entstehen, und die dann behaupten die Schäden seien nicht von Ihnen sondern vom Bautrupp... Ich habe dem Bauleiter schon von Anfang an gesagt, dass sie nicht ein solcher Mensch sind, denn bei ihnen hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Gefühl und ich kam mit Ihnen seit jeher wunderbar zurecht, wir konnten alles auf eine sehr menschlichen Ebene lösen. Die Art und Weise, mit der ihnen jetzt begegnet ist, ist daher absolut nicht korrekt, aber auch ein Stück weit nachvollziehbar, da er nicht abgesichert ist.
Ich: Und d.h. jetzt für mich konkret?
Vertriebler: Ich bin mit dem Bauleiter jetzt so verblieben, dass sie einfach eine Teilabnahme der oberen Räumlichkeiten machen. Das ist eine Vorgehensweise, die zwar nicht oft und nicht gerne gemacht wird, ist in diesem Fall aber die Lösung – somit sind die oberen Räume dann als fertig abgenommen, und der Bauleiter ist bei eventuellen Schäden komplett aus dem Schneider.
Ich: Das ist doch eine ideale Lösung! So hätte man doch gleich miteinander reden können, anstatt mit Baustopp zu drohen.... Vielen Dank für ihren Einsatz.
Vertriebler: Ja, er ist ein bisschen schwierig. Es ist gerne geschehen – ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Bau und hoffe dass sie pünktlich einziehen können.

Daraufhin rief ich direkt meinen Bauleiter an – erklang am Telefon schon deutlich entspannter.
Wir einigten uns darauf, dass wir uns um 15:00 Uhr auf der Baustelle treffen, und dort dann die angesprochene Teilabnahme angehen.

Pünktlich um 15:00 Uhr traf ich auf der Baustelle ein.
Kurz darauf auf Bauleiter – mit erstaunlich guter Laune.
Mir sollte es recht sein – nachdem jetzt der Hintergrund der ganzen Geschichte geklärt war, hatte ich ja auch wirklich Verständnis für seine Situation – auch wenn mir der Ton am Telefon nicht wirklich gefallen hatte.
Nichtsdestotrotz bin ich nicht nachtragend, und war ja froh drum, einen Weg gefunden zu haben, dass alle glücklich werden.
Leider war aber irgendwie alles nur noch ein riesengroßes Chaos und irgendwie war gar nichts so wirklich fertig...
Und das lag jetzt nicht daran, dass mein Vater heute den Boden legen wollte.
Ich habe mich dann erst einmal bis um 16:00 Uhr mit dem Bauleiter über dieses und jenes unterhalten, wir sind dieses und jenes schon abgelaufen, und haben dieses und jenes besprochen und weiter ausgeführt.
Danach war klar, dass man noch nicht so weit ist, die Teilabnahme durchführen zu können.
Daher verständigte ich mich mit ihm darauf, dass ich jetzt noch mal 1 Stunde ins Geschäft gehe, und wir uns dann um 17:30 Uhr hier treffen, und dann die Abnahme in Ruhe und nicht mitten im Chaos durchführen zu können.

Gesagt, getan. Um 17:30 Uhr fanden wir uns alle wieder auf der Baustelle ein und wir waren auch alle entspannter als heute Nachmittag.
Grundsätzlich ist es hoch interessant festzustellen, dass der Bauleiter am Telefon eher unfreundlich und patzig ist, vor Ort allerdings vergleichsweise freundlich und sehr lösungsorientiert auftritt.
Genauso war es auch jetzt bei der Teilabnahme.
Das Protokoll ist akribisch Stück für Stück durchgegangen worden.
Ich hatte nicht das Gefühl, dass er irgendwelche Fehler oder ähnliches verstecken wollte.
Ganz im Gegenteil: er hat die Bauarbeiter immer wieder von A nach B geschickt, um nochmal was auszubessern, um das Licht besser zu machen, oder um in sonst einer Art und Weise für eine ordentliche Abnahme zu sorgen.
Er hat jedes Fenster in sämtlichen Varianten geöffnet, hat jeden Rollladen probiert hat sich jede Wand, jeden Boden, jede Decke, jede Fuge usw. wirklich genau angeguckt, und ich natürlich hinterher.
Da mir sowohl der befreundeter Architekt als auch mein Vater eine grundsätzliche gute Arbeitsweise der drei Bauarbeiter bescheinigt hatten habe ich auch nicht wirklich mit irgendwelchen Überraschungen gerechnet.
Positiv war auch, dass wir nicht nur einfach durchgerannt sind, um die Listen abzuhaken, sondern wir sind wirklich anderthalb Stunden alles in Ruhe durchgegangen.

Um 19:00 Uhr war die Teilabnahme dann somit beendet, und mein Vater konnte und durfte nun offiziell endlich mit den Verlegearbeiten beginnen.

Was für ein Tag!!!

Tag 29 - Beginn der letzten Ausbauwoche

Der erste Tag der letzten Ausbauwoche.
Die Fliesenleger haben ihr Soll erfüllt – es sind nur noch meine drei "Standard-Bauarbeiter" hier.

Mein ungeschultes Auge sagte mir eigentlich schon, dass wir im Zeitplan sind und der geplanten Übergabe am Freitag bzw. Samstag eigentlich nichts im Wege stehen sollte.
Dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass mir mein englisch sprechender Bauarbeiter irgendwas von wegen "hangover" und "drink too much" erzählte und sich dabei ein dickes grinsen nicht verkneifen konnte.

Nichtsdestotrotz wirkte er einigermaßen fit auf mich, und ich machte ihm klar das morgen mein Vater mit dem Verlegen des Vinylbodens beginnen möchte.
Da er in einem der drei bzw. vier oberen Zimmer starten möchte und niemanden behindern will, versicherte ich mich darüber, dass diese Zimmer auch wirklich soweit fertig sind und er loslegen kann.
Nachdem mir dies mehrfach bestätigt wurde, war ich guter Dinge das mein Vater alles im Zeitplan verlegen können wird.

Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sehr ich mich hier getäuscht habe...

Tag 26 - Vinylbodenlieferung

Da Dan-Wood keinen Vinylboden im Angebot hat, haben wir uns bei der Bemusterung dazu entschlossen dies in Eigenleistung durchzuführen.
Nicht zuletzt deswegen, weil uns der Vertriebener damals versichert hatte, dass wir den Boden schon legen können bevor die eigentliche Hausübergabe erfolgt ist und somit einem pünktlichen Einzug nichts im Wege steht.

Da ich ja immer wieder den Kontakt zu meinen Bauarbeitern gesucht habe – wenn auch nur mit dem Einen welcher einigermaßen Englisch konnte – hatte ich mich mit denen soweit verständigt, dass wir heute den Boden liefern:
Dieser soll nämlich mindestens ein bis zwei Tage in den zu verlegenden Räumen liegen, damit er sich an das Klima dort anpassen kann....

Neben dem Boden wurde auch der Kühlschrank für die Küche geliefert.
Die Küche selber sollte da am nächsten Donnerstag und Freitag geliefert und montiert werden - einer der Punkte, die ich beim gestrigen Gespräch mit dem Bauleiter abgesprochen hatte.

Soweit also alles im grünen Bereich – die letzte Woche kann also gerne anbrechen :)

Sonntag, 5. Januar 2014

Tag 25 - Erstes Baustellengespräch...

Nachdem der Bauleiter den Termin von gestern auf heute verschoben hatte, sah ich dem heutigen Termin positiv entgegen, und habe mich pünktlich auf der Baustelle eingefunden.
Nachdem ich mir eine halbe Stunde lang alles angeschaut hatte rief ich dann beim Bauleiter an, und fragte nach seinem Verbleib.
Er wirkte überrascht...dass wir heute ein Termin hatten, ja das wusste er.
Er ging aber davon aus, dass dieser erst am Nachmittag und nicht am Mittag statt findet...ich wies dann kurz darauf hin dass zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr schon 12:30 ist und nicht 15:00 Uhr.
Da ich nicht schon wieder bzw. noch mehr Zeit verplempert wollte, bat ich ihn sich auf den Weg zu machen – er hatte es aber auch von sich aus angeboten gehabt.

Zwischenzeitlich hatte sich die Firma eingefunden, welche die Wärmepumpe sowie die Entlüftungsanlage in Betrieb nehmen wollte.

Eine weitere gute halbe Stunde später tauchte der Bauleiter auf – vergleichsweise entspannt.
Nachdem er die ganzen Bauarbeiter erst einmal quer durchs ganze Haus geschickt hatte, begrüßten wir uns und er nahm sich nun auch endlich mal Zeit für meine Anliegen:
Ich hatte ja quasi einen kleinen Fragenkatalog vorbereitet, welche wir jetzt punkt für Punkt nacheinander durchgegangen sind.
Bei der einen und anderen Position hatte er zwar etwas geschluckt und etwas irritiert geschaut, im Großen und Ganzen war ich mit dem Verlauf allerdings zufrieden.
Ganz offensichtlich störte er sich jedoch daran, dass ich zwei fällig gewesene Rechnungen noch nicht bezahlt habe.
Ich weiß nicht, ob hier mitunter die Sprachbarriere das Problem war – aber ich hatte ihm bereits im Vorfeld und auch an diesem Termin noch einmal gesagt, dass ich nicht einfach so einen Haufen Geld freigebe, ohne dass er mit mir über den Verlauf und den Stand des Baus in Ruhe gesprochen hat.
Hier bildeten sich dann zwei kleinere Fronten. Im Großen und Ganzen war mir das aber egal, denn mein Standpunkt stand fest, und von diesem wich ich auch nicht zurück.
Ich entspannte die Situation dann aber, indem ich darauf hinwies, dass wir jetzt ja in diesem Moment darüber geredet haben und ich im Bilde bin, und die beiden Rechnungen jetzt auch überweisen werden können.
Nichts desto trotz ließ er es sich nicht nehmen, hier noch einmal nachzutreten mit dem Kommentar, dass er das Haus halt nicht übergeben könne, wenn der Betrag nicht eingegangen ist.

Wir gingen dann auch ins Bad im Obergeschoss und schauten uns dort die Rohrverkleidung an, welche die Toilette deutlich schmäler gemacht hatte.
Da der Bauleiter im Vorfeld schon gesagt hatte, dies würde so gehören, hielt ich ihm den Ausdruck meines Werkplans unter die Nase, welcher ganz deutlich zeigte, dass es diese Verkleidung zwar gibt, allerdings nicht in der Form wie sie jetzt ausgeführt wurde.
Er holte dann den Polier, und man konnte herausfinden, dass es oben im Deckenbereich einen Rohr gibt welches entgegen den Plänen ein gutes Stück in den Raum hineinragte.
Anstatt dieses nur zum Teil zu verkleiden, hatte man sich dazu entschlossen diese Verkleidung komplett von oben bis unten durchzuführen.
Nachdem wir (der Bauleiter, der Polier, ich) alle auf der Schüssel Probe gesessen haben machte ich dennoch klar, dass mich diese Verkleidung doch schon sehr stört.
In Anbetracht dessen, dass eine Verkleidung nur im oberen Bereich (und somit genau und nur um das Rohr) auch nicht wirklich viel besser ausgesehen hätte, und es zwar optisch nicht ideal war, mich aber nicht wirklich behinderte, einigten wir uns auf einen Nachlass beim Hauspreis. Guter Dinge trennten wir uns dann.

Ich war keine halbe Stunde im Geschäft, da klingelte mein Handy:
die Herren, welche die Wärmepumpe in Betrieb genommen hatten waren unfertig und wollten mich in die Anlage einweisen.
Sie sein ganz verwundert, warum ich denn nicht da wäre. Ich meinte nur, dass ich lediglich meinen üblichen Mittagsbesuch der Baustelle gemacht hatte, und mir keiner etwas von einer Übergabe gesagt hatte. Ganz abgesehen davon bin ich aber nicht regular dagewesen weil ich wusste dass man kommen wollte, dies sei nur Zufall gewesen.
Dank meines sehr entspannten Chefs konnte ich mich nochmal vom Staub machen und mich von den Herren grob in die Bedienung des Systems einweisen lassen.